Mercedes Jingle II

24 06 2008

Das mit dem Jingle ist nun zwar schon einige Zeit her, aber ich habe mich noch immer nicht damit abgefunden.

Da ich in letzter Zeit immer wieder mit sanfter Gewalt dazu gezwungen wurde, Filme anzusehen, die ich gar nicht sehen möchte, ist mir besonders aufgefallen, wie dabei diese bedrohlichen oder grusligen Stimmungen erzeugt werden. Manche Szenen wären in den Filmen jener Art, die ich mir ohne externe Beeinflussung nicht “reinziehen” würde, überhaupt nicht unheimlich, wenn der Ton ausgeschalten wäre.
Eine Frau läuft in ihr Badezimmer und zieht den Duschvorhang zur Seite. Ohne diese mörderische Geräuschkulisse wäre es eine ganz normale Szene. Doch die Geräuschkulisse bewirkt, dass ich mir die Bettdecke über mein Gesicht ziehe, obwohl sich hinter dem Vorhang niemand befindet. Und das macht diese Filme so gruselig.

Der Zombie-Film “I am Legend” war schrecklich für mich. Die halbe Nacht habe ich mich vor Zombie-Angriffen gefürchtet. Wäre die Geräuschkulisse nicht so schaurig gewesen, hätte ich es gewagt hinzusehen. Dann hätte ich auch gesehen, dass die Zombies gar nicht so schlimm aussehen. Aber wenn man sich den halben Film die Augen zuhält, macht es die ganze Sache noch viel schlimmer. Ich habe jedem erzählt, wie panisch ich im Kino saß. Erstaunlicherweise konnten einige Freundinnen meine Meinung nicht teilen. Schließlich stellte sich heraus, dass der Film tatsächlich nur so schlimm für mich war, weil ich nicht hingesehen habe. Also sah ich mir den Film ein zweites Mal auf DVD an, ohne auch nur einmal wegzusehen. Und tatsächlich: ich fand ihn überhaupt nicht mehr schlimm.

Worauf ich überhaupt hinaus wollte: mit bestimmten Klängen und Geräuschen verbinden wir bestimmte Gefühle. Die Film- und die Werbeindustrie nutzen Klänge um bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Jedem ist bekannt, welche Arten von Klängen verwendet werden können, um Trostlosigkeit, Angst oder Bedrohung darzustellen.

Welche Stimmung will Mercedes also mit seinem Jingle erzeugen?

Vielleicht kann youtube weiterhelfen (das wollte ich euch nicht vorenthalten)…  ;-)

 

 

 

 

 





…und Erwachsene ebenso!

11 06 2008

Durch meine liebe Mitstudentin Christina bin ich auf ein (neues?) Produkt von Haribo aufmerksam geworden. Es handelt sich um Fruchtgummis namens “Sport-Fruits”. Das Interessante daran ist, dass das Produkt eine andere Zielgruppe anspricht. Man muss nur die Verpackung betrachten und schon weiß man, dass diese Fruchtgummis nicht für Kinder, sondern für Erwachsene geschaffen worden sind. Und soweit ich weiß sind sie nur im dm-Markt erhältlich. Komisch ist, dass ”Sport-Fruits” auf der Website von Haribo überhaupt nicht erwähnt werden. Auch sonst lässt sich im Internet nichts über sie finden - jedenfalls nicht auf Deutsch. In Polen ist das Produkt anscheinend wesentlich bekannter. Ist das Produkt für Haribo-Deutschland so uninteressant oder warum wird es nicht besser vertrieben und vermarktet? Christina schmecken sie jedenfalls ziemlich gut. Sie findet es positiv, dass Haribo auch mal eine ältere Zielgruppe anspricht. Da schließe ich mich ihr an…





I love… Nivea Soft

10 06 2008

Von Nivea Soft ist für kurze Zeit eine limitierte Edition erhältlich
- die “I Love Design Edition”. Es handelt sich um drei verschieden gestaltete Nivea Soft Cremedosen mit den Aufschriften: “I love… being in love”, “I love… myself” oder “I love… What I do”. Und die Dosen sehen echt niedlich aus, ich glaub ich muss mir eine zulegen ;-)
Auf jeder Dose befindet sich ein Code, der auf nivea.de eingelöst werden kann - zum Beispiel für den kostenlosen Download einer der drei I love - Handy-Klingeltöne. Passend dazu kann man E-Cards kreieren und versenden. Ist alles etwas kitschig, aber ganz nett für Mädels U18.
Allerdings musste ich beim Namen der Edition sofort an Pro7 denken. We love - I love, mal wieder recht ähnlich. Naja aber so ist das nun mal, irgendwann gehen jedem die Sprüche aus.





La Dessert - Le Dessert??

4 06 2008

Ganze 11 Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, der französischen Sprache mächtig zu werden. Daher brachte es mich schier aus der Fassung, als mir die aktuelle Werbung von Zott neulich mitteilte, dass der Name ihrer neusten Kühlregal-Kreation aus Joghurt, Mascarpone und Frucht “La Dessert” laute. Das französische Wort “dessert” bedeutet Nachtisch, das sollte jeder wissen. Dass “dessert” allerdings männlich ist, wurde dabei einfach außer Acht gelassen. Viele Menschen wissen vielleicht nicht, welchen Artikel dieses französische Substantiv mit sich trägt, aber es wissen doch genug, die die Namensgebung nicht ohne weiteres akzeptieren können. So geht es beispielsweise mir. In meinem französichgeschulten Gehör klingt es einfach falsch und daher möchte ich es nicht in meinem Kühlschrank haben.

Natürlich wurde Zott bereits auf dieses Thema angesprochen. Julius war so nett, einen sehr aufschlussreichen Antwortbrief der Firma Zott in seinem Blog zu veröffentlichen. Darin bestätigt die Zott-Marketing-Abteilung, dass ”dessert” im Französischen zwar männlich ist, es sich beim “Zott Sahne-Joghurt La Dessert” allerdings um einen Eigennamen handele, der nicht festgelegten Grammatikregeln folgt, sondern der das Produkt näher beschreiben und ein italienisches Lebensgefühl vermitteln soll. Komisch ist nur, dass Nachtisch auf Italienisch “il dessert” heißt.

Was ich außerdem noch loswerden muss: pro 100g satte 151 kcal und 8,9 g Fett. Speedey06 hat einen (meinem Geschmack nach) wunderschönen Erfahrungsbericht über “La Dessert” ins Netz gestellt. Ruhig mal reinschauen!





Nochmal was zum Toasty

31 05 2008

Da sich bereits mehrere Leute gefragt haben, wie so ein “Don’t call it Schnitzel”-Toastschnitzel wohl schmeckt… Focus-Online hat das Toasty probiert und darüber berichtet. Ich zitiere Focus-Autorin Monika Preuk:

“Wir Testesser stecken zwei Toastys in das Gerät auf oberster Hitze. Nach knapp drei Minuten springen die Quadratschnitzel fertig heraus. Sie riechen neutral, nur leicht nach Fett. Tatsächlich, wie vom Hersteller versprochen, ist kein Fett in den Toaster getropft. Als ich vor dem Hineinbeißen die Panade von einem Teil herunterschabe, kommt eine grau-beige Fleischmasse zum Vorschein. Das Aussehen schneidet also nicht gut ab. Mit mehr oder weniger gebremstem Appetit kosten wir die Schnitzel. Die beiden unter 30-jährigen Tester bewerten seinen Geschmack jedoch recht gut: „Ist lecker und knusprig, ich habe schon schlechtere Schnitzel gegessen“ – ist die einhellige Meinung. Uns Ältere konnte Toasty jedoch nicht überzeugen – trocken und salzig, so unsere Bewertung. Und ganz im Hinterkopf steigt die Assoziation an Stockfisch auf … Wir fragen uns, wie dieses Produkt den „Innovationspreis Taste 2007“ auf der Ernährungsmesse Anuga in Köln letzte Oktober erringen konnte?”

 





Vanish nervt!

30 05 2008

Kann mir einmal jemand verraten, warum Vanish immer nur nervige Werbungen produziert? Im aktuellen Spot werden zwei Kinder gezeigt, die im Garten ein T-Shirt vollsiffen, damit ihre Mutter es auf keinen Fall wieder sauber bekommt. Schon einmal sehr sympathisch, diese Kinder. Der Mami, die bestimmt sowieso bereits gestresst ist, zusätzlich unnötige Arbeit machen und böswillig Kleidung zerstören.
Doch plötzlich springt wie auch bei anderen Vanish-Werbungen diese grellpinke Frau mit Vanish Oxi Action ins Bild. Niemand wundert sich, wo sie auf einmal herkommt und ich erschrecke mich jedes Mal. Und dann geht sie mir grellpink laut-quatschend auf die Nerven. Ich will sie nicht mehr sehen, sie zerstört meine Vorstellungen eines idyllischen und friedlichen Familienlebens!
Vanish widerstößt damit brutal gegen den 5.Leitsatz des Karlsruher Manifests zur Fairen Kommunikation (an dessen Erstellung ich nebenbei erwähnt beteiligt war) “Ich nerve nicht und dränge nichts auf”





Schnitzel aus dem Toaster???

28 05 2008

Gestern habe ich eine erschreckende Fernsehwerbung gesehen. Zuerst hielt ich das, was dort gezeigt wurde, für eine neue Toastsorte. Aber nein, es war kein Brot was dort im Toaster steckte, es war ein SCHNITZEL!!! Ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll. Übrigens nennt es sich Toasty Schnitzel Snack und kommt aus Sachsen-Anhalt. Vier Scheiben à 70 Gramm kosten etwa 3 Euro. Bald soll es den Snack auch mit Geflügelfleisch und in einer vegetarischen Variante geben. Mahlzeit!





Girl Geek Dinner

27 05 2008

Gestern erhielt ich von einer mir zuvor unbekannten Nicole Simon per Email eine EInladung zu einem “Girl Geek Dinner“.

(Def. Wikipedia: Als Geek bezeichnet man abfällig einen – häufig mit überdurchschnittlich hoher Intelligenz begabten – Menschen mit schwachen sozialen Fähigkeiten – oder jemanden, der diesen Anschein erweckt. Ursprünglich nannte man so Menschen mit autistischer Veranlagung. Im 20. Jahrhundert wurde diese Benennung häufig für Personen angewandt, die sich stark mit Mathematik, Technologie oder Computern, häufig in neuen Medien beschäftigen. Diese Definition von „Geek“ kommt der klassischen Definition von Hacker (oder Nerd) nahe. Die interaktive soziale Verhaltensweise von Geeks auf ihrem jeweiligen Fachgebiet sowie die Kommunikation von Geeks untereinander ist für Nicht-Geeks meist unverständlich.)

Ich wusste zwar noch nicht genau, was auf mich zukommen würde, aber ich sagte spontan zu. Während jede Menge leckeres Fingerfood sponsored by Microsoft serviert wurde, kam es zu angeregten Diskussionen über Twitter, Blogs und die Möglichkeiten des Web 2.0. Es war ein sehr gelungener Abend, an dem ich viele nette und interessante Menschen kennenlernen durfte. Liebe Grüße an Lori Grosland, Andreas Dittes, Sascha Hameister, Oliver Gassner und den Spreeblick-Autoren Andreas Schepers.





TV-Spot “Runter vom Gas”

26 05 2008

Zum Thema Anti-Raser-Kampagne ist mir noch der passender TV-Spot eingefallen, der vor einigen Wochen in der Werbung zu sehen war. In diesem Spot wird ein leeres Haus gezeigt. Die Vögel zwitschern und die Sonne scheint. Als das Telefon klingelt, schaltet sich der Anrufbeantworter ein und er ertönt eine fröhliche Familien-Ansage, die dem Anrufenden mitteilt, dass die Familie gerade nicht zuhause ist. Dabei schwenkt die Kamera weiter auf ein Familienfoto. Plötzlich hört man einen lauten Krach und die vierköpfige Familie knallt wie bei einem Autounfall gegen das Glas des Bilderrahmens, das daraufhin zerbricht.
Diese Werbung finde ich noch schlimmer, als die Plakate auf den Autobahnen.
Hier könnt ihr sie euch noch einmal ansehen.





Anti-Raser-Kampagne auf Deutschlands Autobahnen

25 05 2008

Am Wochenende habe ich mit meinem Freund meine kranke Oma in Oberhausen besucht. Auf dem Weg dorthin sind wir zich mal an den Plakaten der aktuelle Anti-Raser-Kampagne vorbeigefahren. Makaber. Bei den Plakaten handelt es sich um überdimensional große Todesanzeigen. Ein schwarzer Rahmen umgibt das Bild der verunglückten Personen und ein schwarzes Kreuz. Darunter befinden sich die Namen der Verunglückten sowie ein kurzer Satz, der die jeweilige Todesursache schildert. Gezeigt wird beispielsweise eine fröhliche Familie, die “zu schnell nach Hause” wollte oder ein junges verliebtes Paar, das “zu schnell in die Kurve” gefahren ist.
Ich finde diese Kampagne klasse und schrecklich zugleich. Schrecklich sind die Gefühle, die beim Betrachten eines solchen Plakats in mir aufkommen. Besonders beim Anblick des jungen Paares wurde mir beinahe schlecht. Automatisch musste ich mir die Reaktion meiner Eltern auf eine Todesanzeige von mir und meinem Freund vorstellen. Es sterben zwar tagtäglich lebensfrohe Menschen auf Autobahnen, allerdings wird das in den Nachrichten nicht sonderlich emotional dargestellt. Auf den Plakaten der neuen Kampagne ist die Ansprahe wesentlich emotionaler und vor allem persönlicher. Die Menschen haben Gesichter, Namen und eine kleine Geschichte (Martin, Tim und Lukas fuhren gerne sportlich). Und es ist “für jeden etwas dabei”: Familie, Freunde, Liebespaar. Dadurch wird erreicht, dass jeder angesprochen wird und sich jeder in die Situation hineinversetzen kann. Abschreckungsfaktor: sehr hoch!

Mehr dazu findet ihr hier.